• Richtlinien der Konsumgüterbranche und Lebensmittelsicherheit (ISO, FSMA, HACCP, CFR)

    Richtlinie/
    Norm
     

    Beschreibung 

    ISO 9001

    Die meistverwendete internationale Norm, die einen Rahmen für ein effizientes Qualitätsmanagementsystem bereitstellt. ISO 9000 ist der Name einer Familie von Normen, welche entwickelt wurden, um einen Rahmen anzubieten, auf dem ein Qualitätsmanagementsystem effektiv beruhen kann.

    Ein Qualitätsmanagementsystem ist ein vernünftiges und gut dokumentiertes System, das Beständigkeit und Verbesserung von Arbeitsmethoden garantiert. Dies schließt hergestellte Produkte und Dienstleistungen ein. Es basiert auf Normen, die ein Verfahren vorgeben, um ein effektives Qualitätsmanagement zu gewährleisten. Die ISO 9000-Familie besteht aus einer Reihe verschiedener Normen (ISO 9000, ISO 9001 und ISO 9004). Jede Norm deckt einen anderen Aspekt des Ganzen ab.

    OHSAS 18001

    Die OHSAS-Norm nennt die Anforderungen für ein Arbeitsschutzmanagementsystem, um einem Unternehmen zu ermöglichen, seine Risiken in Bezug auf Arbeits- und Gesundheitsschutz zu kontrollieren und seine Leistung zu verbessern. Sie wurde entwickelt, um sowohl mit den Qualitätsmanagementsystem-Normen ISO9001 als auch ISO14001 kompatibel zu sein. Inbegriffen sind die Sicherheit der Mitarbeiter und des Arbeitsumfelds, Vorfälle, Beobachtungen etc.

    Gute Herstellungspraxis (GMP; Good Manufacturing Practice)

    GMP bezieht sich auf die Good-Manufacturing-Practice-Richtlinien der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sowie der Sicherheit von Arzneimitteln (FDA), die dem Federal Food, Drug, and Cosmetic Act untersteht. Diese rechtsverbindlichen Richtlinien fordern von Herstellern, Verarbeitungsunternehmen sowie Verpackern von Medikamenten, medizinischen Geräten, einigen Lebensmitteln und Blut, proaktiv einige Schritte einzuleiten, um sicherzugehen, dass ihre Produkte sicher, rein und wirkungsvoll sind. GMP-Richtlinien fordern, dass die Qualität bei der Herstellung im Vordergrund steht. Unternehmen sollen so das Risiko von Kontamination, Irrtümern und Fehlern senken oder beseitigen.

    Food Safety Modernization Act (FSMA)

     

    Der Food Safety Modernization Act (FSMA) der FDA wurde am 4. Januar 2011 vom US-Präsidenten Barack Obama verabschiedet. Diese Richtlinie soll die Lebensmittelsicherheit in den USA sicherstellen, indem die Regulierungsbehörden sich auf die Prävention von Verunreinigung konzentrieren, und nicht auf die zu ergreifenden Gegenmaßnahmen im Falle einer Verunreinigung.  

    http://www.fda.gov/Food/FoodSafety/
    FSMA/ucm237934.htm
     (in englischer Sprache)

    Hazard Analysis & Critical Control Points (HACCP)

    Hazard Analysis & Critical Control Points (HACCP) ist ein systematisches Qualitätsmanagementsystem bei dem die sichere Lebensmittelproduktion       und -aufbereitung angesprochen wird. Dabei werden biologische, chemische und physikalische Gefahrenquellen untersucht und kontrolliert, und zwar von der Produktion von Rohmaterialien, der Beschaffung und der Handhabung bis zur Herstellung, dem Vertrieb und Verbrauch des Endproduktes. HACCP wird bei einer Reihe von Branchen angewendet, darunter die Kosmetik- und Pharmabranche. HACCP-Compliance untersteht 21 CFR Part 120 und 123.

    http://www.fda.gov/food/guidanceregulation/haccp/default.htm  (in englischer Sprache)

    Global Food Safety Initiative (GFSI)

    Die Global Food Safety Initiative (GFSI) setzt einen Maßstab, um die Konsistenz zwischen Ländern und den Produkten, die zertifiziert wurden, zu gewährleisten. Diese globalen Sicherheitsstandards betreffen Lebensmittel, Verpackungen, Konsumgüter, Lagerung und Vertrieb für Produzenten, Hersteller und Vertrieb. Zum GFSI-Maßstab zählen: Safe Quality Food (SQF), British Retail Consortium (BRC), International Food Safety (IFS), Food Safety System Certification 22000 (FSSC) und Global GAP (Good Agricultural Practices).

    http://www.theconsumergoodsforum.com/2-wwedo/2.2-programmes/2.2.foodsafety.gfsi.asp (in englischer Sprache)

     

    Richtlinie 2002/95/EG (RoHS)
    WEEE 2002/96/EG

     

    Die Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung gewisser gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten wurde im Februar 2003 von der Europäischen Union verabschiedet. Diese Richtlinie trat am 1. Juli 2006 in Kraft und muss in jedem Mitgliedsstaat durchgesetzt und zu einem Gesetz werden. Diese Richtlinie beschränkt die Verwendung von sechs gefährlichen Stoffen (Blei, Quecksilber, Kadmium, hexavalentes Chrom, polybromierte Biphenyle, polybromierte Diphenylether) bei der Produktion von verschiedenen Arten von Elektro- und Elektronikgeräten, aber auch bei der Produktion von Kosmetikprodukten (z. B. enthalten Rezepturen für roten Lippenstift Blei). Sie steht eng in Verbindung mit der Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE 2002/96/EG), welche Ziele für das Einsammeln, Recyceln sowie die Wiederherstellung von elektrischen Geräten festlegt und Teil einer juristischen Initiative ist, die zum Ziel hat, das Problem des schädlichen Elektronikmülls zu lösen. Dies ist eine Voraussetzung für medizinische Geräte und Unterhaltungselektronik.

    Safe Quality Food (SQF)

     

    Der am 1. Juli 2012 eingeführte SQF Code, Ed. 7 dient als Ersatz für die SQF 1000 und 2000 Codes. Er liefert eine Norm für Lebensmittellieferanten in allen Branchen der Lebensmittelindustrie, von Produktion bis zu Transport und Vertrieb.

    British Retail Consortium (BRC)

    Die globalen BRC-Normen werden oft von Lieferanten und globalen Händlern verwendet. Sie vereinfachen die Standardisierung von Qualität, Sicherheit, Prozesskriterien sowie die Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen seitens des Herstellers. Sie helfen auch dabei, den Verbraucher zu schützen.

    http://www.brc.org.uk/brc_home.asp (in englischer Sprache)

    International Food Safety (IFS)

    Der International Food Standard (IFS) ist ein System für globale Lebensmittelsicherheit, der von deutschen und französischen Fachverbänden entwickelt wurde, um die Anforderung zur Lebensmittelsicherheit von verschiedenen Händlern in einem Standard zu vereinen.

    http://www.ifs-certification.us 

    Food Safety System Certification 22000 (FSSC)

    Food Safety System Certification 22000 (FSSC) wurde zur Zertifizierung der Systeme für Lebensmittelsicherheit von Unternehmen entwickelt. Diese Unternehmen sind Teil der Lebensmittelkette, in der Tierprodukte, verderbliche pflanzliche Produkte, Produkte mit hoher Haltbarkeit, (andere) Lebensmittelzutaten wie Zusatzstoffe, Vitamine, Bakterienkulturen und Verpackungsmaterial für Lebensmittel verarbeitet oder produziert werden.

    http://www.fssc22000.com  

    Global GAP (Good Agricultural Practices)

    Global GAP ist die umfassende Lösung für Händler und große Abnehmer weltweit, welche nach zertifizierten Lieferanten suchen und aus diesem Grund Lieferketten erstellen und ihren Warenkatalog erweitern. All dies sind wichtige Faktoren in der kompetitiven Handelsumgebung von heute. Sie liefert einen Standard, der weite Anerkennung und starkes Vertrauen genießt. Das gilt sowohl für Garantiestandards für Landwirtschaftsbetriebe als auch für Lebensmittelsicherheit. Good Agricultural Practice (GAP) legt den Grundstein für nachhaltige Lebensmittelproduktion in der landwirtschaftlichen Primärerzeugung und stellt den Eckpfeiler für stetige Verbesserungen dar.

    http://www.globalgap.org  

    Webcast: Geschlossenes Qualitätssystem für Konsumgüter – Jetzt anhören (in englischer Sprache) 

tkatnoK
We use cookies to give you the best experience on our website. By continuing to browse the site, you are agreeing to our use of cookies.